Jan-Philipp Hofmann und Felix Brockerhoff treten in die Fußstapfen von Boris Hermann und gewinnen die IDM am Walchensee.

Ergebnisse

Die Five - Action Pur

Lutz Stengel und Holger Jess sind Weltmeister.

Einen ausführlichen Bericht findest du unten.

Ergebnisse

Holt/Woelfel gewinnen ersten Eurocup in Cannes.

Die Deutschen Meister Hofmann/Brockerhoff werden zweiter.


03.02.2019 | Detailierter Bericht: 505 WM in Fremantle/AUS von Julian Stückl (GER 9198)

Klar waren die Weltmeister nochmal eine Klasse für sich, aber gefühlt war das Podium erstmals, im Gegensatz zu Polen 2018, für uns in greifbarer Nähe. 2 Tage mehr Vorbereitung an Material und Wasserstunden hätten uns sicher nochmal gut getan.

 

Pre Worlds

Nachdem sich eine 91-Boot-starke 505er-Flotte in Fremantle eingefunden hatte, sollte am 30. Dezember um 1100 Uhr bei ‘lauwarmen’ 24° C das erste Rennen angeschossen werden. Der Wind zeigte sich etwas schwächer als vermutet, aber dennoch bei stabilen Bedingungen und 9 bis 11 knoten als gemütlichen Einstieg ins Regattageschehen. Im Tagesverlauf nahm der wind bis auf 22 kn zu, eine kurze Gardasee-ähnliche Welle bildete sich.

Unter Seglern wird die Vorregatta einer WM gerne als „banging-the-corners-Cup“ bezeichnet, da man sich erstmals im Wettfahrtmodus mit den Bedingungen auf der Bahn austestet. Was wir lernten: bei weniger Wind schien der Wind in regelmäßigen Abständen etwas stärker zu oszillieren. Wurde der Wind mehr, wurden die Ausschläge kleiner und es schien sich die landnahe linke Kreuzseite als die bessere heraus zu kristallisieren. Strom war kaum zu spüren. Auf der rechten Seite war die Welle etwas höher.

Des Weiteren fanden wir heraus, dass sehr viele Algen auf der Bahn herum schwammen. Das bedeutete, immer sehr aufmerksam auf seinen Speed zu achten und dann im Zweifel das Schwert hochzuklappen und einmal am Ruder ins Wasser zu greifen. 

Die Deutschen waren insgesamt sehr schnell auf der Kreuz bei wenig und Mittelwind, jedoch konnten wir bei viel Wind nicht so ganz mit der spitze mithalten. Da dominierten die Amerikaner. Auch Peter Nicholas und Luke Payne (Australien) waren hier ganz vorne mit dabei. Persönlich waren wir aber mit unserem Speed durchaus zufrieden. Auf der Kreuz verloren wir nicht zu viel auf die Spitze und auf dem Vorwind schienen wir mit zu den schnellsten Booten im Feld zu gehören. Viele andere Deutsche Teams hatten da noch etwas zu kämpfen.

Wir segelten nicht alle Rennen mit, da wir noch etwas Zeit in die Optimierung unseres Bootes stecken mussten. Deshalb war das Ergebnis für uns kein guter Richtwert. Als Ziel steckten wir die Top10 als realistisch ab. Bei einer perfekten Regatta hätten wir uns auch Top5 vorstellen können, wofür aber alles hätte passen müssen.

https://www.sailwave.com/results/505preworlds.htm

 

Tag 1

 

Der Himmel am ersten WM Tag zeigte sich grau, bedeckt von Wolken. Für uns Segler bedeutete das: schwächerer und drehender Wind (230°, 11-13 kn). Gut für die europäischen Teams! Im Schnitt waren wir etwas leichter als die Amerikaner und etwas smarter, was die Taktik anging.

Viele Teams wollten nach links und versuchten sich früh am linken Ende zu positionieren. Wir starteten als erstes Team, Jan-Philipp und Felix als 3. Nachdem wir den ersten Dreher sauber erwischten, konnten wir uns vom Feld absetzen und rundeten die erste Luvtonne auf 1 (JP/Felix) und 2 (wir). Das ließen wir uns auch im Rennverlauf nicht mehr nehmen, und segelten das Ding sauber runter. Die Briten, Ian Pinnell und Reeve Dunn wurden dritte. 

Im zweiten Rennen zeigten die Pfandfinder Parker Shinn and Eric Anderson, dass man über rechts auch vorne ankommen konnte. Leider brach ihnen bei der Gaterundung der Ruderbeschlag, was ihr Rennen abrupt beendete. Hier hatten sie bereits einen beeindruckenden Vorsprung. 

Auf dem zweiten Vorwind holten sich dann USA's Mike Martin und Adam Lowry die Führung knapp vor dem Ziel von den Aussies Michael Quirk und Joel Castle welche das Rennen bis dato angeführt hatten.

GBR's Ian Pinnell und Reeve Dunn beendeten auch das 2. Rennen auf dem dritten Platz.

Die 3 deutschen Topteams zeigten solide Leistungen auf den Plätzen 4 (JP/Felix), 5 (Woller/Holgi) und 7 (wir). Erste kleine Sensation: Jan-Philipp und Felix führen damit nach Tag 1 und wir sind auf 3.

 

Tag 2

 

Das erste Rennen würde in den folgenden Tagen als das „verfluchte dritte Rennen“ in Erinnerung bleiben, in dem viele Punkte liegen gelassen wurden. Ein starker Gradient-Wind aus Süd drückte mit 20 kn über den Kurs und verlangte den Seglern und Sicherungsbooten viel ab. Wettfahrtleiter Robyn Olsen scheuchte uns 3 mal um den 1,3 nm langen Up-and-Down. Es wurden 75 sehr anspruchsvolle Minuten.

Warum ‚verflucht‘? Nun, Runde 1 kamen die Australier Pete und Luke als erste um die Luv Tonne und schmierten direkt ab, gekentert. Das selbe passierte in Runde 2 mit Woller und Holger, welche sich in die Führung vorgearbeitet hatten.

In der dritten Runde blieb das Mike Martin erspart und er rundete die letzte Luv Tonne mit einem massiven Vorsprung. Hier war schon klar; bei über 20 kn war der Mann unschlagbar.

Auf dem letzten Vorwind lieferten wir uns ein Drag-Race um Platz 2 mit Stefan Köchlin/Andi Achterberg zur Lee Tonne. Als wir uns gerade an ihnen vorbei geschoben hatten, nahm das Unheil seinen Lauf: Als erstes löste sich mein Großschot Ratschblock von der Basis, was an sich noch kein Problem war. Jedoch resultierte der kleine Moment der Unachtsamkeit darin, dass ich eine Boje eines Krabbennetzes zu spät sah und diese überfuhr. Dabei brach beim Schwert der ‚nose-cone‘ ab. Leider kenterten wir infolge dessen und beendeten das Rennen als 29.

Der 2. Platz wäre die zwischenzeitliche Führung gewesen. Sehr enttäuschend war, dass wir direkt nach Zieldurchgang in den Hafen segeln mussten um unser Schwert wieder fit zu bekommen.

Inzwischen wurde es auch auf dem Safety VHF Channel sehr busy: "Help this boat", " A broken mast there", "A rudder gone here". Vor allem am Halsenpunkt vor dem Strand lagen immer mindestens 8 Boote im Wasser mit dem Schwert in der Luft.

N over A  wurde schließlich gesetzt, da alle Sicherungsboote beschäftigt waren und der Wettfahrtleiter kein sicheres 2. Rennen gewährleisten konnte. Riesen Glück für uns, der Bruch bedeutete nur einen potentiellen Streicher anstatt 2.

 

Tag 3

 

Nach dem Layday kam kein einfacher Tag: Viel Wind, 3 lange Rennen! Der ‘Fremantle Doctor’ wehte bereits mit 15 bis 18 knoten, als wir auf dem Kurs kamen und es versprach noch deutlich mehr zu werden.

Als das erste Boot, die Local heroes: Peter Nicholas und Luke Payne, die Luvtonne rundete, war der wind bereits auf 20 kn aufgefrischt. Mike Martin und Crew Adam Lowry waren ihnen dicht auf den Fersen, konnten sie aber bis zum Ziel nicht einholen, obwohl es sehr knapp wurde. Überraschungsdritte wurde das britische Mixed Team Penny und Russ Clarke. Alle deutschen hinkten noch ein wenig hinterher, da sie noch nicht richtig auf ‚Pace‘ waren.  

“No friends on the start boat today.“ der Kurs wurde nochmal um 0,2 nm verlängert und eine 3. Runde wurde dran gehängt. Viel wind, aber die Deutschen konnten sich erstmals in einem Starkwindrennen in die Top10 arbeiten. Wir als 6. Woller Holgi als 7.

Auch das dritte Rennen wurde nicht einfacher. Wieder 3 Runden und jetzt deutlich über 23 kn des weltweit bekannten ‚Freo Doctors‘. Sichtlich erschöpft kämpften die Segler um die Bahn. Aber immer noch stark am pushen, schließlich war es ein WM Rennen. Wir lagen aussichtsreich auf Platz 7 und holten stark auf Pete und Luke vor uns auf. Leider hatte ich an der Luvtonne vergessen, einen der Bodenlenzer zu schließen. Die Folge war ein fataler Spinout incl. Sprung ins Großsegel von Johannes während der Kenterung. Ein zweites Rennen ging uns, in aussichtsreicher Position liegend, somit ärgerlich flöten.

Mike Martin hatte sich an dem Tag ans obere Ende der Tabelle gearbeitet. Mit 4 Siegen einem 2. Platz und einem 10. als Streicher führte er das Feld an. Die deutschen Top-Teams waren immer noch in Schlagdistanz zum Podium, Wolfgang Hunger auf 7, Jan-Phillip Hoffman auf 8 und wir auf Platz 10. Ein deutscher Titel war ab dem Zeitpunkt bereits unmöglich.

Für die letzten beiden Tage versprach es, etwas entspannter zu werden, zumindest was den Wind anging. Dafür würde es deutlich wärmer werden.

 

Tag 4

 

Heute ging es etwas später aufs Wasser. Um 10 Uhr hatte die Temperatur bereits die 30 Grad Grenze geknackt, der Wind ließ aber noch etwas auf sich warten. Erst um 11 Uhr verließen die ersten Boote den Hafen Richtung Regattagebiet. Es erwarteten uns dort stabile 8 bis 10 Knoten.

Im ersten Rennen kamen wir mit gutem Speed wieder aus der linken Ecke an der Luvmarke an. Während der Kreuz hatte der Wind ca. 15° nach links gedreht und wir trafen, mit etwas Glück, genau den Steuerbord Anlieger. In den folgenden 2 Runden konnten wir uns durch unseren überragenden Vorwindspeed und kleine taktische Finessen von Platz 4 auf Platz 2 vorarbeiten. Unter anderem überholten wir den späteren Weltmeister Mike Martin.

Im 2. Rennen leider auf der Startkreuz komplett auf der falschen Seite. 20° Rechtsdreher und wir sind ganz links, eine Katastrophe. Von Platz40 kämpften wir um jeden Meter und holten Boot für Boot. Bis auf Platz 15 konnten wir uns vorarbeiten. Ein schwieriger Tag für uns, da wir mit einem guten Ergebnis im 2.Rennen eigentlich schon wieder in Schlagdistanz zu den Top5 gewesen wären. So stand unser 8. Platz aber schon relativ fest, würde nichts größeres auf dem Wasser passieren.

 

Tag 5

 

Für den letzten Tag war nochmal richtig Wind vorhergesagt. Anfangs noch etwas schwächer auf der Brust ging es pünktlich mit dem ‚Fremantle Doctor‘ um 11 Uhr los.

Im 1. Tagesrennen (9. WF) hatten wir leider ein großes Algenproblem. Am unteren Ende des Ruderblatts hatte sich ein faustgroßes Büschel Seegras verfangen. Am Schwert wäre das kein Problem gewesen. Einmal kurz hochnehmen und wieder runter und das Gras wäre ab. Da das Ruder sehr lang ist und nicht aufklappbar ist, hatten wir keine andere Chance als zu warten, ob sich das Problem von selbst löst. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das tat es auch nach einer chaotischen Lee-Tonnen-Rundung nach dem Dreieck nach fast 2 schmerzvollen Runden, in denen wir nie mithalten konnten. Sofort ging es in der letzten Kreuz von Platz 35 auf 20 vor. Auf dem letzten Vorwind kamen wir dann sogar noch auf Platz 15 vor.

Das letzte WM Rennen war ein 1,5sm langer Up-and-Down, dafür nur 2 Runden. Der wind hatte zum vorherigen Rennen etwas zugelegt, was uns etwas mehr Selbstvertrauen gab. Mit 14-16 Knoten war das genau ‚unser‘ Wind. 8. an der Luv Tonne mit einem sehr konservativ angelegten Start war schonmal sehr gut. Aber es wurde noch besser. Da es das letzte Rennen war gaben wir nochmal richtig Gas. Zur Lee Tonne schon auf Platz 4 vorgefahren, befanden nur noch Pete/Luke, Howie/Jeff (Weltmeister und 40. WM-Teilnahme) und Mike/Carl (3 mal Weltmeister) vor uns. Wir splitteten uns etwas nach rechts im Vergleich zur Führungsgruppe und gaben richtig Gas. Das wurde belohnt.

An der Luv Tonne waren wir dann knapp vor der Verfolgergruppe und ca. 200m hinter Pete/Luke. Auf dem Vorwind kamen wir sogar noch auf 50m heran. Eine dritte Runde hätte uns noch sehr gut getan, aber es hat nicht sein sollen. Der 2. Platz zum Abschluss aber dennoch super.

 

Am Ende muss man sagen, dass bei der 2019 505 Weltmeisterschaft die Amerikaner eindeutig das Zepter in der Hand hatten. Plätze 1-3 + 5 war eine deutliche Ansage. Vom Gefühl her waren wir aber nicht weit weg. Klar waren die Weltmeister nochmal eine Klasse für sich, aber gefühlt war das Podium erstmals, im Gegensatz zu Polen 2018, für uns in greifbarer Nähe. 2 Tage mehr Vorbereitung an Material und Wasserstunden hätten uns sicher nochmal gut getan. 

 

https://www.sailwave.com/results/505worldchampionship.htm

28.01.2019 | WM in Freemantle - ein Regattabericht und Fazit der Juniorenweltmeister

Türkises Wasser, der berühmte Freemantle-Doktor und vielleicht ein Känguru? 

Wir sind in Australien! 

Gerade aus dem nasskalten Deutschland vom Tannenbaum aufgestanden, stehen wir nun auf einem neuen Kontinent 20.000 Kilometer entfernt. Doch trotz der enormen Distanz, hatte sich ein Großteil der weltweiten 505er Spitze zu den Worlds im australischen Fremantle zusammengefunden, um den Weltmeister zu küren.

04.01.2019 | WM Fremantle - Nach 6 Rennen 3 deutsche Teams Top-10

Nach 6 von 10 Rennen sind bei der WM Fremantle/AUS derzeit 3 deutsche Teams unter den Top-10. Weitere schlagen sich wacker im starken Feld.

Live Leaderboard: hier

Start ist jeweils gegen 1100 local time, Fremantle/AUS ist 7h voraus. Das Leaderboard läuft während der Rennen live mit, man kann also aktuelle Platzierungen und Overall-Stand live mitlesen, sehr spannend.

Event-Berichte: hier

Event-Schedule: hier

Andreas "Kuny" Jungclaus

01.01.2019 | WM läuft - PreWorlds beendet - Deutsche Teams gut dabei...

Die WM der 505er in Fremantle/AUS läuft. Traditionell werden die sogenannten Pre-Worlds als Warm-Up für die Worlds vorweg gesegelt. Die deutschen Teams beenden die Pre-Worlds recht erfolgreich.

Pre-Worlds Ergebnisse hier

Wir drücken weiter die Daumen. Stay tuned ...

Andreas "Kuny" Jungclaus

24.08.2018 | Kurzes Interview mit Weltmeister Lutz Stengel zur IDM am Walchensee

Wir haben gute 505-Segler in Deutschland die zu den besten der Welt gehören

 

22.08.2018 | Erneuter Erfolg für deutsche Fiven-Segler auf der polnischen Ostsee: Gold (1/2) und Bronze

Eine fünfköpfige deutsche Delegation reiste im Auftrag der Völkerverständigung zu unserem östlichen Nachbarn in das grenznahe Swinousjcie.

 

21.08.2018 | Die IDM aus Sicht der Segler des KV-Schiffes

Versteckt zwischen Bergen und Bäumen liegt das schönste Segelrevier Deutschlands - der Walchensee.


 

19.08.2018 | IDM am Walchensee - Die Fußstapfen von Boris Hermann

36 Schiffe. Vier Nationen. 9 Rennen. 10-18 Knoten Wind. Türkises Wasser. Ein Deutscher Meister.

Eine Zusammenfassung aus Seglerperspektive. 

31.07.2018 | Die WM in Gdynia hätte kaum besser sein können. Die Deutschen zeigen ihr internationales Top-level

Knapp 130 Carbon Schiffe haben sich letzte Woche in Gdynia getroffen, um bei heißem Wetter und wenig Wind eine seltene Dominanz zu erleben. Einige Segler empfanden die WM sogar als eine der schönsten, die sie je gesegelt sind. Ein zeitlicher Ablauf:

14.06.2018 | Spektakuläre Regatta auf der Außenalster

Am 9. und 10.6. machten sich 21 todesmutige High End Jollen der Klasse Fünfhundertfünf auf, um mit den Elementen zu kämpfen. Bei den Elementen handelte es sich um die Sonne, launischen Kaum-Wind und eventuell noch Stickoxide - fand das Kräftemessen doch mitten in der Stadt statt. Natürlich auf der Alster in Hamburg.

Die Bedingungen waren anspruchsvoll bis Lottospielen und der Kaum-Wind kam zwar meist aus bekannten Richtungen, so dass die Alsterveteranen sich schon als sichere Sieger fühlten. Allerdings gab es leider sehr viele Alsterveteranen und leider tat der Wind diesmal auch etwas, was er sonst zu ungezählten Mittwochsregatten nicht tat.

Erstes Opfer: Jürgen Anton und Ulf Denecke. Am Mittwoch noch einsam an der Spitze der Flotte, heute mehr so in der Mitte des Feldes (am Ende 11.). Zweites Opfer: Walter und Hans-Werner Steding. Zwar gut gestartet und das erste Rennen als Sieger beendet, allein, zu früh los gefahren, also zurück auf Los... (am Ende 9.) Steve Kwee und Thorsten Spötter hatten da schon den besseren Start und starteten nicht nur an der richtigen Stelle, sondern auch zur richtigen Zeit. Das wurde mit dem ersten Platz im ersten Lauf belohnt. Nützte langfrisitg aber auch nix, denn danach lief es nicht mehr so richtig und mit Plätzen gerade im ersten Drittel blieb am Ende nur ein 6. 

Die Superstars Tim Böger (der Autor dieser Zeilen) und Markus Schöner starteten schon so grottig in den Tag, dass zum Schluss auch nicht mehr als ein 5. drin war. Allerdings müssen wir alle zugeben, dass die Bedingungen nur kurze Zeit regulär waren. Nämlich im 4. Lauf, als wir souverän gewonnen haben und im 5. Lauf, den wir als 2. beendeten, nachdem wir als Zeuge eines Protests - ja, so hart wird hier auf der Alster gefightet - unseren Anteil daran hatten, das der Sieger des letzten Laufs, Kurt Reincke und Carsten Hehl (in der Schlussabrechnung 10.) mit einem DQ geahndet wurden. Weiter war die Serie noch regulär als wir auf einer Kreuz von 12 auf 1 gefahren waren. Alle anderen Momente waren reines Glücksspiel.

Ach ja, und wer konnte am besten Würfeln? Norber Dasenbrook und Karsten Stümpel waren irgendwie immer so weit vorne dabei (und wurden beim Sieg des 3. Laufes nicht mal rausgeworfen), dass es für den Gesamtsieg reichte und die beiden jetzt den vielleicht hässlichsten Pokal, den man in HH gewinnen kann (den Hummel-Mann), mit nach Hause nehmen mussten und ihn jetzt gravieren lassen dürfen.

Zweitbeste Glücksritter waren Jens Biederer und Thomas Wasilewski, die nur einen Punkt hinter dem Siegerteam endeten. Dritter wurden Davina und Marvin Schlesiger, die konstant gut gesegelt, bei einem kräftigen streichbaren Ausreißer Martin Kittsteiner und Oliver Stieglitz mit Abstand auf den vierten Platz verweisen konnten.

Fehlt noch der heimliche Mittwochsheld. Wo ist eigentlich Kuny gelandet? Auch für ihn langte es am Ende nur zum 7. und damit sicher ein gutes Stück hinter den Erwartungen.

19.04.2018 | Erfolgreiches offenes Training für 505er Einsteiger in Bad Zwischenahn

Bei Fußballvereinen der Bundesliga dürfen Fans ab und zu bei sogenannten „Öffentlichen Trainings“ zuschauen. Von der Möglichkeit selber mitzuspielen, habe ich bisher noch nicht gehört. Ganz anders ist dies in der Fivenklasse

 

 

Zugegeben: Es war nicht notwendig gewesen vor der Schranke zu unserem Trainingslager eine Menschenmasse in den Griff zu bekommen und Gäste per Losverfahren auszuwählen. Aber es hatten tatsächlich erstaunlich viele Segler Lust die Five kennenzulernen. Von ihnen hatten dann auch sechs Interessierte an dem geplanten Wochenende Zeit und wurden von fünf 505er Crews in Empfang genommen. Außerdem hatten wir das KV Boot zur Verfügung, das von einer potentiellen Nachwuchsmannschaft aus Eckernförde abgeholt wurde und von ihr auch bei der Regatta am kommenden Wochenende gesegelt wird.

 

Auf Grund von nicht vorhandener Erfahrung mit diesem Format, Wetterumschwüngen und einigen anderen Unwägbarkeiten, bedeutete „Offenes Training“ nicht nur offen für Gäste, sondern auch offen im genauen Ablauf. Da aber alle Beteiligten auch offen für Experimente waren, lässt sich sicher von einem gelungenen Wochenende sprechen. Natürlich hatten wir uns im Vornherein grob abgestimmt, wer vor allem selber trainieren möchte, wer ohne Crew anreist und welcher Gast am besten zu welchem Fivensegler passt bzw. welche Gäste gerne auch mal zusammen segeln möchten.

 

Am nass-trüben Samstag wurde des Öfteren rotiert und das Erwärmen am Zitronengranulattee ließ in den Pausen Erinnerungen an Optizeiten wach werden. Das Können der Gäste variierte zwischen einer deutschen Europe Meisterin und einem Gast, der das erste Mal auf einem Segelboot saß. Da es beiden gleichermaßen Spaß gemacht hat und sie auch schon mit dem Gedanken angereist sind, ein neues Team zu bilden, können wir sie vielleicht sogar irgendwann zusammen auf der Regattabahn wiedersehen. Das eingespielte Nachwuchsteam wirkte auf dem KV Boot schon schnell sehr sicher und dürfte ein harter Gegner werden. Die anderen beiden Gäste würden sich freuen, demnächst vielleicht als Crew wieder auf einen 505er zu steigen.

 

Nach dem Segeln hatten wir noch reichlich Gelegenheit uns bei einem gesponsertem Kasten Bier und hinterher beim Essen in fast kompletter Runde im Bootshaus auszutauschen. Der Sonntag begann ebenfalls nass-trüb, hielt aber auch eine kleine Überraschung bereit: Johannes hatte sich am Vorabend spontan dazu bereit erklärt, vom Motorboot aus ein paar Tipps zu geben. Außerdem wurden nicht nur die Gäste einrotiert, sondern auch schnelle Segler wie Thure verteilten direkt an Bord ein paar Ratschläge – während das Boot von Aron und ihm zeitgleich von Gästen bewegt wurde. Allen drei vielen Dank für diese Offenheit und Spontanität! Ebenfalls vielen Dank an Felix, dessen Anwesenheit auf dem ZSK Motorboot notwendig war und der somit am Sonntag nicht gesegelt ist. Natürlich auch Dank an Holger für die Vorbereitung des KV Bootes!

 

Es ist angedacht, ein offenes Training in ähnlichem Format zu wiederholen. Wann und wo steht noch nicht fest, sollte aber bald bekannt gegeben werden. Von allen Gästen oder Aktiven, die bisher Interesse an diesem Format geäußert haben, wurden die E-Mail Adressen gesammelt. Wer noch nicht in die Liste aufgenommen wurde, beim nächsten mal aber auch gerne dabei sein möchte, kann sich gerne bei mir melden. Ich freue mich auf alle Fälle schon auf ein zweites offenes Training!

Viele Grüße

Henrik

GER 8849